Die Zeit der Hass-Spiele ist vorbei

09.12.2016

Herren 2

Doch im Derby zwischen der HSG II und Neuenhaus-Uelsen geht es um Prestige und wichtige Punkte

Mit jeweils drei Siegen gehören die Kreisrivalen zu den Teams in der unteren Tabellenhälfte der Handball-Verbandsliga. Daher steht am Sonnabend ab 19.30 Uhr im Euregium für beide Kontrahenten viel auf dem Spiel.Nach zwei Spielzeiten ohne Derby treffen die Handballer der HSG Nordhorn II und der SG Neuenhaus-Uelsen mal wieder in einem Nachbarschaftsduell aufeinander (Sbd., 19.30 Uhr, Euregium). Und da geht es für die Rivalen nicht nur ums Prestige, sondern um wichtige Punkte, da sie nicht nur geografisch, sondern auch in der unteren Hälfte der Verbandsliga-Tabelle dicht beieinanderliegen. Sowohl die HSG-Reserve als Zwölfter (6:14 Punkte) als auch die Gäste auf Rang neun (6:12) benötigen dringend jeden Zähler für den Klassenerhalt. Was die Derby-Erfahrung angeht, sind die Neuenhauser klar im Vorteil. Vom letzten direkten Vergleich im Mai 2014 sind bei ihnen noch acht Spieler dabei, während von den damaligen Nordhorner Akteuren nur noch zwei Spieler aktiv sind: Johannes van Lengerich und Max Volkhausen – der mittlerweile allerdings die Seiten gewechselt hat. Auch die Ergebnisse der beiden direkten Duelle in der letzten gemeinsamen Saison sprechen deutlich für die SG: Die Niedergrafschafter gewannen im Dezember 2013 vor mehr als 300 Zuschauern in Neuenhaus mit 42:32; und auch das Rückspiel von stattlichen Kulisse von 500 Fans im Euregium ging 31:27 für die SG aus. Nach dem vorletzten Spieltag der Saison 2013/14 lautete die Schlagzeile der GN: „SG kann Meisterfeier planen." Unter Trainer Mike van Rooden stieg die Spielgemeinschaft am Ende mit 36:12 Punkten in die Oberliga auf, während der Kreisrivale unter Trainer Christian Wenderoth als Zehnter mit 15:33 Punkten so grade eben den Klassenerhalt schaffte. Nach zwei Jahren in der Oberliga ist die SG zurück in der Verbandsliga. Jens Luttermoser ist als Trainer noch ohne Derby- Erfahrung. Doch als Spieler, der das Trikot beider Vereine getragen hat, weiß er um die Bedeutung dieser Spiele. „Alle kennen sich und haben mehr Bezug zueinander", beschreibt er den Reiz dieser Spiele, die allerdings nicht mehr die Brisanz vergangener Tage hätten. „Es ist nicht mehr so verbissen wie vor 20 oder 30 Jahren", sagt Luttermoser, „das sind heute keine Hass-Spiele mehr und das ist ja auch vernünftig so."Bei der HSG trainiert Lars Hoogeveen die Reserve im dritten Jahr. Der Niederländer ist wie die meisten seiner Spieler ein Derby-Novize. Sie denken bei Derby zuerst an den emsländischen Nachbarn TUS Haren. Dennoch war da in der Woche vor dem Spiel gegen Neuenhaus-Uelsen „dieses Derby-Gefühl". Hoogeveen: „Die Jungs sind heiß darauf." Zumal sportlich einiges auf dem Spiel steht: „Jedes Spiel ist für uns wichtig, jeder Punktgewinn ein Plus", sagt der HSG-Trainer, der bei seiner jungen Mannschaft eine erfreuliche Entwicklung ausmacht. Ein Schlüssel für den Erfolg liegt für ihn darin, die Kreise von Jörn Wolterink entscheidend zu stören. „Er ist der Superstar der Liga", sagt Hoogeveen über den SG Torjäger und früheren Zweitligaspieler, „wenn es bei ihm so richtig läuft, kann er auf diesem Niveau 15 bis 20 Tore in einem Spiel erzielen." Diese Größenordnung hat der Zwei-Meter-Hühne bei den letzten Derbys nicht ganz erreicht, aber mit elf bzw. neun Toren war er an den Siegen über die Zweitliga-Reserve ganz entscheidend beteiligt. Auch er hat schon die Trikots beider Klubs getragen. Wie er den Rückraumspieler stoppen will, da lässt sich Hoogeveen nicht in die Karten schauen und kündigt vielsagend an: „Wir haben immer eine Überraschung auf Lager." Während er sein Personal Woche für Woche wie bei einem Puzzle zusammensuchen muss, ist sein Trainer-Kollege, Luttermoser zuversichtlich, den kompletten Kader zur Verfügung zu haben. Selbst Fabian Wißmann hat nach langer Verletzungspause wieder gespielt, trug am vergangenen Wochenende zum ersten Saisonsieg der SG-Reserve im Derby der Landesklasse gegen den FC Schüttorf 09 II bei. „Aber wir wollen nichts riskieren", verzichtet Luttermoser morgen lieber auf den Rückraumspieler, um ihn dann vollständig erholt im neuen Jahr zur Verfügung zu haben. Für die SG ist es das vorletzte Spiel des Jahres, da eine Woche später noch das Nachholspiel beim ATSV Habenhausen II ansteht, während für die HSG II das Handballjahr mit dem Derby ausklingt. Hoogeveen hofft mit der Unterstützung möglichst vieler Zuschauer auf ein Erfolgserlebnis: „Wenn wir eine Top-Leistung abrufen", ist er überzeugt, „können wir gegen Neuenhaus gewinnen."

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